Digitalradiotag: Veränderung im Hörfunkmarkt spürbar

Analog? „Nein, danke“, sagen immer mehr Hörerinnen und Hörer. Knapp 39 Prozent der Haushalte empfangen Radio über DAB+ oder IP-Streaming – vor einem Jahr waren es nur 35 Prozent. Vorgestellt worden sind die Zahlen beim Digitalradiotag. Für Wolfgang Kreißig, den Vorsitzenden der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten, ist es ein gutes Zeichen: „Aktuelle Wachstumsraten von über 30 Prozent für DAB+ in Digitalradiohaushalten und die zunehmende Relevanz des Webradios zeigen spürbare und stetig zunehmende Veränderungen im Hörfunkmarkt.”

Aber klar ist auch: Noch immer dominieren die analogen UKW-Geräte mit mehr als 90 Prozent, der Trend geht aber hin zu digitalen Empfangern. Das Motto: So lange ich noch Ukw empfangen kann, nutze ich es. Aber wenn ich ein neues Radio kaufe, dann natürlich das modernste.

Am meisten DAB+-Geräte gibt es in Bayern und Sachsen, am wenigsten in NRW, Hamburg, Schleswig-Holstein sowie Berlin und Brandenburg. Insgesamt gesehen haben 63 Prozent der Menschen über 14 Zugang zu einem digitalen Radioempfänger oder nutzen Webradio. Am aktivsten sind dabei die Jüngeren. Ab dem 21. Dezember müssen Autoradios und andere Empfänger auch per Gesetz Digitalradio empfangen können, das wird für einen weiteren Digitalisierungsschub sorgen.

Damit auch die privaten Hörfunker in der Krise weiter senden können, wollen Bund und Länder sie entlasten: Die Verbreitungskosten über DAB+ und UKW sollen anteilig übernommen werden.

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