Zukunft des Radios: DAB+ und Streaming statt UKW

Wie sieht die Zukunft des Radios aus? Seit Jahrzehnten ist davon gesprochen worden, dass DAB „jetzt wirklich bald“ der Standard ist – es ist aber bisher nicht dazu gekommen. In der Branche werden daher Prognosen oft mit Achselzucken hingenommen.

Nun aber bietet die Medienanstalt NRW eine gute Grundlage für Diskussionen: Ein halbes Jahr lang hat in ihrem Auftrag die Goldmedia GmbH eine Studie zu „Zukunft des Hörfunks“ erstellt. Jetzt ist die Arbeit von Prof. Dr. Klaus Goldhammer da!

Das Ergebnis: Der Radiomarkt wird sich zum Teil deutlich verändern. Goldhammer sagte bei der Vorstellung der Studie, der Konkurrenzdruck auf den klassischen UKW-Hörfunk werde erheblich steigen: „Die Bedeutung von UKW wird durch digitale Verbreitungswege und neue Wettbewerber zwangsläufig abnehmen.“ Er erwartet, dass der Anteil von UKW an der Hörfunknutzung je nach Szenario in den kommenden fünf Jahren um bis zu 30 Prozent absinken könnte. Damit sinken auch die Erlöse im UKW-Markt ab 2022 ganz erheblich. Eine große Bedeutung misst die Studie dem neuen Mobilfunkstandard 5G bei.

Für Tobias Schmid, den Direktor der Medienanstalt NRW, ist klar, dass digitale Übertragungswege zunehmend an Bedeutung gewinnen. „Über die digitalen Verbreitungswege besteht die Chance, Vielfalt zu erhöhen, und zwar sowohl bei den Inhalten als auch bei den Veranstaltern.“ Ob am Ende aber DAB+ oder Streamingangebote die Nase vorn haben werden, das entscheide der Markt.

https://www.medienanstalt-nrw.de/fileadmin/user_upload/lfm-nrw/Regulierung/Hoerfunk/Kurzfassung_LfM-Gutachten_Zukunft-des-Hoerfunks-NRW-2028.pdf

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