Vertrauen wächst – aber nicht unbedingt in die Medien

Das Vertrauen der deutschen Bevölkerung in die gesellschaftlichen Institutionen Regierung, Unternehmen, Medien und NGOs ist weiter gewachsen – auch während des Pandemiejahres 2020. Das zeigen die Daten des Trust Barometers der PR-Agentur Edelman.

Allerdings liegt das Vertrauen weiter nur im mittleren, neutralen Bereich – die Institutionen werden nicht als generell vertrauenswürdig eingestuft. Als vertrauenswürdigste Institution wird die Regierung angesehen (59 Prozent, plus 14 Prozentpunkte), gefolgt von den Unternehmen (54 Prozent, plus 6 Prozentpunkte), den Medien (52 Prozent, plus 3 Prozentpunkte) und den Nichtregierungsorganisationen (46 Prozent, plus 3 Prozentpunkte).

Die Bedürfnisse der Menschen haben sich in der Pandemie fundamental verändert. Die Deutschen legen deutlich mehr Wert auf den Kampf gegen Falschinformationen als noch im vergangenen Jahr. Erst danach folgen unter anderem der Klimawandel oder die Verbesserung des Bildungssystems.

Ist das eine gute Nachricht für die Medien? Ja und Nein. Im Kleingedruckten erkennt man, dass die Qualitätsmedien an Boden verloren haben. Fake-News gehören inzwischen zum Alltag, so das Trust Barometer. Viele Menschen trauen sich nicht zu, präzise zwischen richtig und falsch unterscheiden zu können, sinkt das Vertrauen in Medien generell.

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