Sinkende Zahlen: Der Radio-Werbemarkt bricht ein

Werbung in der Corona-Krise? Viele Firmen schichten ihre Etats um, viele streichen Kampagnen zusammen. Im Januar und Februar stiegen die Werbeumsätze noch um 2,7 Prozent, im März ging es um 5,9 Prozent bergab. Ablesbar ist das im Werbetrend März 2020 des Marktforschungsinstituts Nielsen.

Im Radio gingen die Werbeausgaben um 21,2 Prozent zurück, bei den Zeitungen um 17 und im Kino sogar um 24,1 Prozent. Nicht besonders dramatisch dagegen die Minuszeichen beim Fernsehen (minus 1,1 Prozent), bei Out-Of-Home (minus 0,9 Prozent) und bei den Publikumszeitschriften (minus 0,7 Prozent). Richtig zulegen kann der Bereich Online, er wächst um 5,1 Prozent.

Die Zahlen müssen auch unter dem Gesichtspunkt gesehen werden, dass das öffentliche Leben ja erst Mitte März eingeschränkt wurde, der Effekt dürfte daher im Monat April noch deutlicher ausfallen.

Wenn man den Werbemarkt im Zeitraum Januar bis März 2020 betrachtet, dann schrumpft das Radio um 4,2 Prozent. Der Umsatz von ARD/AS&S-Radio weist im Vergleich zum Vorjahr ein Minus von 7,4 Prozent aus, RMS ein Minus von nur 2,4 Prozent.

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