Rundfunkgeschichte: Audio-History vom 20. Januar

Ein US-Patent für einen Magnetverstärker ist an diesem Tag im Jahr 1920 dem Ingenieur Ernst Alexanderson zuerkannt worden. Solche Magnetverstärker (oder Transduktoren) waren als Modulations- und Steuerverstärker bei der frühen Entwicklung der Sprachübertragung im Radio wichtig, dabei ging es um Langwellen-Übertragung. Die Fähigkeit, große Ströme mit kleiner Steuerleistung zu steuern, machte Magnetverstärker auch nützlich für die Steuerung von Beleuchtungskreisen, für die Bühnenbeleuchtung und für Werbeschilder. Das elektromagnetische Bauteil dient der Steuerung von Wechselströmen durch Gleichströme mittels Vormagnetisierung des Magnetkernes einer Drossel.

Ernst Alexanderson arbeitet für General Electric, RCA und auch den US-Wetterdienst. Beteiligt ist er unter anderem an den Versuchen, die der kanadische Physiker und Erfinder Reginald Aubrey Fessenden 1906 unternimmt. Er arbeitet mit einem Hochfrequenzgenerator, der gleichbleibende elektromagnetische Schwingungen, also Radiowellen, aussenden kann. Über ein Mikrofon wandelt Fessenden seine Stimme in elektrische Wellen um, so dass seine Worte übertragen werden. An Heiligabend 1906 gelingt ihm die erste Radiosendung der Welt, sie ist in einem Umkreis von 18 Kilometern zu empfangen.

Auch an der Entwicklung des Fernsehens ist Alexanderson beteiligt. Die erste Übertragung in den USA funktioniert vom Sender auf dem Gelände von General Electric zu ihm nachhause in Schenectady, New York. In seinem langen Leben erhielt der schwedischstämmige Erfinder 345 US-Patente, das letzte im Alter von 89 Jahren. Er starb 1975 mit 97.

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