Rundfunkgeschichte: Audio-History vom 12.01.

Howard Stern wird am 12. Januar 1954 in New York City geboren. In den USA kennt ihn jeder, hier bei uns ist er nicht ganz so bekannt – er ist der bestbezahlte Radiomoderator aller Zeiten.

Wenn andere Kids draußen spielen, bleibt er lieber drinnen, denn die anderen drangsalieren ihn. „Ich wurde ständig verprügelt, hatte kaum Selbstvertrauen“, erinnert er sich einmal. Kaum zu glauben, denn Selbstbewusstsein hat er später im Übermaß. Sein Papa ist Radiotechniker – und so wird auch er zum Radio gelockt. Sein provokantes und von vielen als skandalös empfundenes Auftreten ist sein Markenzeichen. Beim Sender WXRK moderiert er Mitte der 1980er Jahre die Morningshow, sie ist bald die meistgehörte in den USA. Immer wieder legt sich Howard Stern mit anderen Medien an – und mit seinem Lieblingsgegner FCC, der Telekommunikationsbehörde. Sie erlässt immer wieder horrende Bußgeldbescheide, wenn sich Stern mal wieder nicht zusammenreißen kann.

2004 wechselt er zum Satellitenradio Sirius XM, das ab 2006 nicht mehr den Regelungen der FCC unterliegt, Stern kann also tun und lassen, was er möchte. Sterns erster Vertrag mit Sirius hat einen Wert von 500 Millionen US-Dollar für fünf Jahre – allerdings sind darin alle Produktions-, Personal- und Programmkosten enthalten. Trotzdem dürfte Stern pro Jahr mindestens 20 Millionen US-Dollar in die eigene Tasche bekommen – obendrauf kommen Bonuszahlungen- mal 100 Millionen, mal 80 Millionen US-Dollar. Gerade ist sein Vertrag wieder verlängert worden – bis 2025 ist er mindestens „on air“. Dann ist er 71 und will bestimmt weitermachen.

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