Rundfunkgeschichte: Audio-History vom 30.09.

Am 30. September 1967 ist es soweit: Die BBC sendet zurück! Um 7.00 Uhr früh startet mit Radio 1 das jüngste Hörfunkprogramm der BBC, das hauptsächlich auf eine junge Hörerschaft bis 29 Jahre zielt. Der erste Song „on air“ ist „Flowers in the rain“ von „The Move“ gestartet, der zweite „Massachusetts“ von den Bee Gees. Erster Moderator ist Tony Blackburn, der zuvor beim Piratensender Radio Caroline auf Sendung war.

Der neue Sender ist eine Reaktion der britischen Regierung auf die Protestwelle, die über das Land schwappt, nachdem etliche Piratensender aufgrund des „Marine Broadcasting Offences Act“ verboten werden. Bis dahin hat die BBC Popmusik als „unter ihrer Würde“ betrachtet.

Radio 1 ist spezialisiert auf neue, aktuelle und trendweisende Musik. Die DJs des Senders haben bei der Gestaltung ihrer Sendung weitgehend freie Hand. Werbung wird nicht ausgestrahlt. Bis 1993 herrscht der „happy sound“ vor: Radio 1 verbreitet gute Laune mit fröhlichen Moderatoren und spielt dazu die neuesten Hits. Dann aber kommt ein Bruch, das Programm wird radikal reformiert. Radio 1 soll neue Trends entdecken und noch unbekannte Bands bekannt machen. Rock’n’Roll ist Vergangenheit. Viele Moderatoren wandern – gemeinsam mit der Musik, die sie spielen – zu BBC Radio 2 ab, das eine etwas ältere Hörerschaft anspricht.

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