Rundfunkgeschichte: Audio-History vom 12. Februar

Am 12. Februar 1931 beginnt Radio Vatikan zu senden: „Qui arcano Dei consilio“, ist Papst Pius XI. auf Latein zu hören, auf Deutsch: „Welcher, durch Gottes unergründlichen Ratschluss …“ Nach Abschluss der Lateranverträge wird mit den Vorbereitungen zur Errichtung eines eigenen kirchlichen Radioprogramms begonnen. Die Leitung wird dem Jesuitenorden übertragen, das Hauptsendezentrum auf dem vatikanischen Hügel eingerichtet. Guglielmo Marconi selbst entwirft den 10-kW-Kurzwellensender, er entspricht dem aktuellsten Stand von Wissenschaft und Technik. Bei der Übergabe sagt Marconi zu Papst Pius XI.: „Jetzt werden Eure Heiligkeit zu allen Völkern der Erde sprechen können.“

Einen ordentlichen Schub für das vatikanische Radioprogramm gibt die von höchster Stelle stammende Mitteilung 1939, dass die Ablasswirkung des apostolischen Segens „Urbi et Orbi“ sich auch auf die Live-Übertragung im Radio erstrecke.

Leistungsfähige Sendeanlagen für Kurz- und Mittelwelle werden 1957 bei Rom errichtet. Ansonsten ändert sich wenig über die Jahrzehnte, zuletzt aber geht es Schlag auf Schlag: 2011 beendet Radio Vatikan die Ausstrahlung der Programme auf der reichweitenstarken Mittelwelle 1530 kHz. 2017 geht der Sender in der multimedial ausgerichteten Internet-Plattform Vatican News auf. Der Hintergrund der Umstrukturierung ist die von Papst Franziskus begonnene Kurienreform. Klar ist aber auch: Der Vatikan will Personal und Kosten sparen. Immerhin: Seit September 2019 werden die Audio-Beiträge von Vatican News wieder mit der Marke „Radio Vatikan“ gekennzeichnet.

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