Rundfunkgeschichte: Audio-History vom 11.09.

Niemand wird die Bilder wohl jemals vergessen, die weltweit am 11. September 2001 übertragen werden. Eine Boeing 767 bohrt sich in den nördlichen 411 Meter hohen Tower des World Trade Centers in New York City und explodiert, 18 Minuten später schlägt eine weitere Boeing 767 in den südlichen Tower ein. Etwas später stürzt ein weiteres entführtes Flugzeug in das Zentrum der amerikanischen Verteidigung, das Pentagon in Washington. Kurz darauf stürzen beide Tower des World Trade Centers ein. Fast 3000 Menschen sterben an diesem Tag.

Da sich die Sendetürme von drei großen Fernsehsendern auf dem Nordturm befinden, ist der Empfang nach dem Einsturz des Turms eingeschränkt. Der Tag aus der Sicht der Radiomacher: https://www.youtube.com/watch?v=haKCpLyNdns

Der UKW-Sender des nationalen öffentlichen Radiosenders WNYC wird beim Einsturz des Nordturms ebenfalls zerstört und seine Büros evakuiert. Für eine Übergangszeit sendet der Sender auf seiner AM-Frequenz weiter. Die Satellitenübertragung des Fernsehsenders WPIX friert bei dem letzten vom WTC-Mast empfangenen Bild ein, es ist eine Fernaufnahme der brennenden Türme. WCBS-TV Kanal 2 und WXTV-TV Kanal 41 bleiben auf Sendung. Im Gegensatz zu den meisten anderen großen New Yorker Fernsehsendern unterhält WCBS-TV einen Reservesender im Empire State Building. Der Sender wird sofort auch landesweit auf dem Viacom-Kabelnetz VH1 ausgestrahlt. Unmittelbar nach den Anschlägen stellt der Sender den anderen Sendern, die ihre Sender verloren hatten, Sendezeit zur Verfügung.

Die Fernsehberichterstattung über die Terroranschläge des 11. September 2001 und ihre Folgen sind die längste ununterbrochene Nachrichtensendung in der Geschichte. Die großen US-amerikanischen Rundfunk- und Kabelsender sind tagelang auf Sendung und berichten ohne Unterbrechung. Um mit der Informationsflut Schritt halten zu können, beginnt der Fox News mit kontinuierlichen Aktualisierungen in Form eines Nachrichtentickers, der am unteren Rand des Bildschirms entlangläuft. Das kommt bei den Zuschauern so gut an, dass es zu einem festen Bestandteil des Senders wird und später von vielen anderen Nachrichtensendern übernommen wird.

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